Wertermittlung

Was ist eigentlich eine Wertermittlung eines Kleingartens im Verein?

Grundsätzlich wird bei Neuverpachtung einer Kleingartenparzelle nach Kündigung oder sonstiger Aufgabe des Pachtverhältnisses eine Wertermittlung der Parzelle durchgeführt.

Grundlage für diese Vorgehensweise ist die Vorgabe des Bundeskleingartengesetz.

Auszug aus dem Bundeskleingartengesetz §11 Kündigungsentschädigung

  1. Wird ein Kleingartenpachtvertrag nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 bis 6 gekündigt, hat der Pächter einen Anspruch auf angemessene Entschädigung für die von ihm eingebrachten oder gegen Entgelt übernommenen Anpflanzungen und Anlagen, soweit diese im Rahmen der kleingärtnerischen Nutzung üblich sind. Soweit Regeln für die Bewertung von Anpflanzungen und Anlagen von den Ländern aufgestellt oder von einer Kleingärtnerorganisation beschlossen und durch die zuständige Behörde genehmigt worden sind, sind diese bei der Bemessung der Höhe der Entschädigung zugrunde zu legen. Bei einer Kündigung nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 oder 6 sind darüber hinaus die für die Enteignungsentschädigung geltenden Grundsätze zu beachten.
  2. Zur Entschädigung ist der Verpächter verpflichtet, wenn der Vertrag nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 gekündigt worden ist. Bei einer Kündigung nach § 9 Abs. 1 Nr. 5 oder 6 ist derjenige zur Entschädigung verpflichtet, der die als Kleingarten genutzte Fläche in Anspruch nimmt.
  3. Der Anspruch ist fällig, sobald das Pachtverhältnis beendet und der Kleingarten geräumt ist.
Was wird bewertet?
Zu bewerten sind Gartenlauben, Freisitze, Pergola, Anpflanzungen die mit der kleingärtnerischen Nutzung sofern diese nach den Vorgaben vereinbar sind.
Was wird nicht bewertet?
Nicht zu bewerten sind z.B. Zäune, Gartentore, Stellplatten, Hecken, Einrichtungen im Innenbereich u.s.w.
Alle Bewertungsgrundlagen die dazu dienen um eine korrekte Wertermittlung durchzuführen, erfahren Sie vom geschulten Wertermittler im Verein.
Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen persönlich. Senden Sie uns Ihre Fragen über das Kontaktformular.